Deine persönliche "Geschichte" - oder wie Du wieder zu dem wirst, was Du in Wahrheit bist

Ich liebe die deutsche Sprache! Viele Wörter beschreiben auf so wunderbare Weise den eigentlichen Sinn. Ein Wort, das mich fasziniert, ist das Wort „Geschichte“. Das, was geschichtet ist, Schicht um Schicht um Schicht, das wird zur Geschichte.

So auch mit unserer eigenen, persönlichen Geschichte. Zunächst kommen wir auf die Welt und sind ganz pur, einfach wir selbst, noch ohne Schichten. Im Laufe des Lebens kommen dann Schichten hinzu, die uns durch Eltern, Schule oder allgemein die Gesellschaft angelegt werden: Wie wir sein sollten, was wir tun sollten, dass wir brav sein sollten, dass wir diesen oder jenen Weg einschlagen sollten, dass man bestimmte Dinge nicht tut und so weiter und so fort.

Irgendwann, wenn wir all diese Stationen durchlaufen haben, fühlen wir unter all den Schichten überhaupt nicht mehr das, was wir eigentlich sind: Das reine Leben, das einfache Sosein, Freude und Liebe. Um unsere pure Lebendigkeit haben sich so viele Schichten an Glaubenssätzen, Konditionierungen, Vorstellungen und Emotionen gelegt, dass wir letztendlich glauben, wir seien all diese Schichten, und nicht das, was darunter liegt.

Wir haben uns mit unserer persönlichen Geschichte identifiziert. Und diese besteht, um es ganz deutlich zu sagen, aus lauter Lügen.

Also, decken wir sie auf und finden heraus, was sich unter all dem verbirgt. Es lohnt sich.

Wie komme ich durch all die Schichten wieder an mein wahres Selbst heran?

Jede Situation, die Dich irgendwie antriggert, kann dazu genutzt werden, Deinen eigentlichen Kern wiederzuentdecken. Daher sind gerade die unangenehmen Situationen Geschenke auf unserem Lebensweg. Nehmen wir ein ganz konkretes Beispiel aus dem Alltag:

Du hast Dich mit Deinem Freund verabredet und er ist bereits 15 Minuten zu spät. Ärger steigt auf:

„Warum kann er nicht pünktlich sein? Warum lässt er mich jedes Mal warten?“

Dies ist die oberste Schicht, die ärgerlichen Gedanken, die den anderen beschuldigen. Was liegt unter diesen Gedanken? Vielleicht weitere Gedanken wie:

„Er respektiert mich nicht, ich bin ihm nicht wichtig, sonst würde er ja pünktlich kommen und mich nicht warten lassen.“

Hier kommen wir schon etwas tiefer, denn nun kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Das Gefühl, nicht respektiert zu werden, nicht wichtig zu sein, noch vermischt mit beschuldigenden Gedanken. Auch dies ist eine Lüge. Was liegt darunter?

„Ich fühle mich nicht respektiert, ich fühle mich allein gelassen.“

Auch noch eine Lüge, aber schon etwas näher an der Wahrheit dran. Was liegt darunter?

„Er mag mich nicht. Niemand mag mich. Immer werde ich im Stich gelassen.“

Und noch eine Schicht kommt zum Vorschein – das Opferbewusstsein. Wir gehen auch darunter. Was erscheint nun?

„Traurigkeit, Gefühl von Einsamkeit, Verlorensein.“

Nun sind wir ganz nah dran. Was ist darunter?

„Das Gefühl von Wertlosigkeit und der Glaubenssatz, es nicht wert zu sein.“

Wenn wir beim tiefsten Punkt angekommen sind, haben wir es mit der persönlichen Lüge zu tun. Dies sind meist kurze Sätze wie „Ich bin wertlos“ oder „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich bin böse“. Diese Überzeugungen liegen ganz dicht um unseren wahren Kern herum und beeinträchtigen auf immense Weise unser Leben. Wenn sie unentdeckt bleiben, können sie unser komplettes Leben sabotieren. Und wir tun gewöhnlich alles, um genau das nicht fühlen zu müssen. Alle Schichten hatten den einen Sinn: Nicht das fühlen zu müssen, was so schmerzhaft ist. Aber jetzt: Diesmal laufen wir nicht weg. Wir schauen hin. Wir fühlen. Okay, ich bin wertlos, wie genau fühlt sich das im Körper an? Wir atmen tief und entspannt mit diesem Gefühl, nicht damit es weggeht, sondern um es zu fühlen, es zu erforschen, es wirklich im Körper zu erleben. Und wir bleiben dort.

Und plötzlich: Es wird weit! In dem Moment, wo wir uns den tiefsten negativen, also ablehnenden Gefühlen stellen, sie durchfühlen und durchatmen, entsteht paradoxerweise Selbstliebe. Es entsteht ein wundervoller innerer Raum, in dem alles gut ist, wie es ist. Und da wir nichts mehr haben, was wir verhindern oder unterdrücken müssten, sind wir wieder mit unserem eigentlichen Wesen vereint. Wir sind einfach da. Ein Raum ohne Fragen, voller wacher Bewusstheit.

Jeder Mensch ist ein leuchtendes Beispiel der göttlichen Liebe, des reinen Bewusstseins. Unsere Welt braucht mutige Menschen, die sich ihren Schatten stellen, die durch alle Lügen und Schichten hindurchgehen und sich wieder anbinden. Menschen, die nicht mehr all die Lügen glauben und die sich auf sich und ihre innere Stimme verlassen.

Mit den besten Wünschen für Deinen Weg,

Deine Randi

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